Seniorenausflug nach Saffig: Barock trifft Gemütlichkeit | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Der Seniorentreff Weibern erlebte einen unvergesslichen Ausflug zur Barockkirche St. Cäcilia in Saffig mit kulturellen Einblicken und gemütlichem Beisammensein.

Seniorenausflug nach Saffig: Barock trifft Gemütlichkeit

Ausflug des Seniorentreffs Weibern 2026

Am 10. Juni 2026 um 14:00 Uhr bestiegen 33 Seniorinnen, Senioren und Begleiterinnen des Seniorentreffs Weibern gut gelaunt den Bus und machten sich auf den Weg zu ihrem Ausflugsziel.

Die Fahrt führte zunächst nach Saffig, wo die Gruppe die Barockkirche St. Cäcilia besichtigte – ein Werk des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann. Die Kirche gehört zur Kirchengemeinde Plaidt Heilige Dreifaltigkeit, zu der auch St. Willibrord in Plaidt sowie St. Kastor in Miesenheim zählen.

Vor Ort begrüßte Michael Reuter die Gruppe als Gästeführer. Mit anschaulichen Erzählungen und einigen Anekdoten führte er die Besucher durch die Geschichte und Ausstattung der wunderschönen Kirche.

Über einen Vorraum gelangte man links in die neuere Kirche und rechts in die Barockkirche von 1742. Dass zwei Kirchen nebeneinander existieren, war für die Weiberner Gruppe keine Überraschung – schließlich gibt es auch in Weibern eine „Neue“ und eine „Alte“ Kirche.

Im Eingangsbereich der Barockkirche befindet sich ein Taufstein aus heimischer Basaltlava, der die Jahreszahl 1703 trägt und noch aus der Vorgängerkirche stammt. Die geschnitzten Altäre früherer Zeiten fielen leider dem Holzwurm zum Opfer, doch Statuen und Bilder sind erhalten geblieben.

Zwischen 1953 und 1975 wirkte Pfarrer Max Langen in Saffig. Mit großem Geschick brachte er sowohl aus der näheren Umgebung, beispielsweise Marienstatt, als auch von weiter her wie Tirol Altäre, Bänke, Kommunionbänke, Kanzel, Beichtstühle und Kronleuchter zusammen – ein harmonisches spätbarockes Kunstwerk.

Zwei Emporen bieten einen guten Überblick über den Kirchenraum. Neben dem Hochaltar in der oberen Etage befindet sich die Herrschaftsempore, die einst mit dem nahegelegenen Schlossbau verbunden war, der heute nicht mehr existiert. Auf der zweiten Empore ist die imposante Orgel untergebracht.

Das Innere der Kirche wird durch kräftige Wandpfeiler gegliedert, das Kreuzgratgewölbe der Decke wird von Gurtbögen getragen. Die neuere Kirche fällt besonders durch ihre großen, farbigen Fenster auf, die im Gegensatz zu den hellen Fenstern der Barockkirche das Licht farbenfroh hereinlassen.

Nach diesem kulturellen Highlight fuhr die Gruppe kurz zum Café „Zum Schänzchen“. Dort warteten bereits liebevoll gedeckte Tische auf die Seniorinnen und Senioren. Bei Kaffee, leckerem Kuchen und Eis genoss man den gemütlichen Nachmittag, der mit viel Gesprächsstoff wie im Flug verging.

Auch der Wettergott meinte es gut – entgegen aller Vorhersagen blieb es den ganzen Nachmittag trocken.

Ein besonderer Dank gilt dem Fahrer des Kempenicher Reisedienstes, der die Gruppe in diesem Jahr zum ersten Mal freundlich, hilfsbereit und verlässlich zu den Zielen brachte.

Die Fahrt wurde unterstützt von der Pfarrgemeinde sowie durch eine Spende der Heimatfreunde Weibern.

Gisela Ebert